Der Klimawandel ist eine globale Bedrohung, unter deren Auswirkungen besonders schutzbedürftige Menschen leiden müssen, die am wenigsten Verantwortung dafür tragen. Die Wissenschaft ist sich einig und wir müssen heute noch dringender handeln als je zuvor. Die Entscheidungen, die unsere Gesellschaft in diesem kritischen Jahrzehnt trifft, werden sich das ganze 21. Jahrhundert und noch darüber hinaus auf unseren Kurs auswirken.


Dabei spielen Unternehmen eine entscheidende Rolle. Die Umgestaltung von HP zur Förderung einer effizienteren, zirkulären und emissionsfreien Wirtschaft trägt den Erfordernissen des Klimawandels Rechnung und steht im Mittelpunkt unserer Strategie für eine nachhaltige Wirkung. Wir haben uns ambitionierte Ziele zur Verringerung der THG-Emissionen in unserer gesamten Wertschöpfungskette gesetzt und treiben den Wandel hin zu einer gerechten und emissionsfreien Wirtschaft voran.


Die Herstellung, Lieferung und Verwendung von HP-Produkten und Lösungen erfordert eine erhebliche Menge natürlicher Ressourcen und Energie. Unser Kohlenstoff- und Wasser-Fußabdruck berücksichtigt unsere gesamte globale Wertschöpfungskette, von den Lieferanten1 bis hin zu unseren Betrieben und den Millionen von Kunden weltweit. Seit 20 Jahren geben wir öffentlich einen Nachhaltigkeitsbericht heraus und haben als das erste weltweite IT-Unternehmen einen umfassenden CO2-Fußabdruck sowie als eines der ersten weltweiten IT-Unternehmen einen umfassenden Wasser-Fußabdruck veröffentlicht. Auch weiterhin messen und regulieren wir den Umwelt-Fußabdruck in unserer gesamten Wertschöpfungskette, wobei wir stets nach möglichen Verbesserungen suchen.


Bemühungen in der Lieferkette

Unsere Produktions- und Nichtproduktionslieferanten sind unverzichtbare Partner, wenn es darum geht, die Transformation zur Emissionsfreiheit und Steigerung der Ressourceneffizienz entlang der gesamten Wertschöpfungskette voranzutreiben.

Wir arbeiten eng mit unseren Lieferanten seit über zehn Jahren, um ihre Umweltprogramme zu verbessern und eine transparente Berichterstattung über Fortschritte zu erreichen. Unsere Sustainability Scorecard ist von zentraler Bedeutung, um Ziele zu setzen, die Leistung unserer Lieferanten zu bewerten und eine kontinuierliche Verbesserung voranzutreiben.

Wir bieten unseren Lieferanten Anreize, um sich ihre eigenen Ziele zu setzen und diese auch zu erfüllen. Bei unserer Lieferantenverwaltung setzen wir auf verschiedene Umweltkriterien, so z. B. auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Ziele für die Reduzierung von THG-Emissionen sowie die unabhängige Prüfung von THG-Emissionen durch Dritte. Um unseren Einfluss innerhalb und außerhalb der Branche zu steigern, haben wir uns bei der Zielsetzung und den Reduzierungsbemühungen zu THG-Emissionen führenden Unternehmen angeschlossen.


Wir erhöhen unsere Erwartungen dabei regelmäßig, um eine kontinuierliche Verbesserung zu motivieren. Dazu gehören Kriterien für das Umweltmanagement von Lieferanten, wie wissenschaftlich fundierte Ziele für die Reduzierung von THG-Emissionen, die Verifizierung der THG-Emissionen durch Dritte und die Veröffentlichung eines GRI-basierten Nachhaltigkeitsberichts. Eine weitere Anforderung ist die transparente Berichterstattung im Rahmen des CDP über wichtige Umweltinformationen, einschließlich THG-Emissionen, Energieverbrauch, Nutzung erneuerbarer Energien und Wassermanagement.


Wir verlangen, dass 98 % unserer Produktionslieferanten sowie strategische Lieferanten außerhalb der Produktion nach Ausgaben wichtige qualitative und quantitative Informationen über das Umweltmanagement und Umweltauswirkungen durch die Mitgliedschaft von HP in der CDP Supply Chain offenlegen. Zu den angeforderten Informationen gehören THG-Emissionen und -Ziele, Gesamtverbrauch und Nutzung erneuerbarer Energien, Wasserverbrauch, Klima- und Wasserrisiken und Governance.


Im Jahr 2008 veröffentlichte HP als erstes großes IT-Unternehmen aggregierte Daten zu Treibhausgasemissionen in seiner Lieferkette. Durch unsere Ziele arbeiten wir fortlaufend daran, in diesem Bereich Fortschritte zu erzielen. Die Intensität von THG-Emissionen in der Lieferkette zu reduzieren, ist eines der drei Ziele von HP für die Wertschöpfungskette, die von der „Science Based Targets“-Initiative validiert werden. Der WWF hat dieses Ziel öffentlich unterstützt2 und die Strenge unseres Zielsetzungsprozesses bestätigt.


Im Laufe des Jahres 2020 haben wir weiterhin unsere Lieferanten eingebunden, um positive Veränderungen herbeizuführen. Beispielsweise haben wir Schulungen bereitgestellt, um unsere umweltbezogenen Erwartungen und deren Verbindung zu unserer Sustainability Scorecard zu vermitteln.

Wir haben auch mit anderen Organisationen zusammengearbeitet, um branchenübergreifende Verbesserungen zu beschleunigen:

  • HP hat mit der Responsible Business Alliance (RBA) bei der Aktualisierung ihres Verhaltenskodex kooperiert, um diesen um Details zu Zielen und Berichterstattung im Zusammenhang mit THG-Emissionen zu ergänzen.
  • In Kombination mit der Energy Buyers Alliance haben wir daran gearbeitet, die Verwendung erneuerbarer Energien in den Lieferketten zu fördern.
  • Wir arbeiten auch weiterhin am Ausbau von Kapazitäten, unter anderem durch ein Webinar mit anderen Unternehmen und CDP zum Wassermanagement und der zugehörigen Berichterstattung von Lieferanten.
  • HP und andere große Technologieunternehmen haben ein gemeinsames Schreiben an wichtige Mitglieder der IT-Lieferkette versandt, um umweltbezogene Erwartungen zu bekräftigen.

Unser Energieeffizienzprogramm in China und Südostasien, das in Zusammenarbeit mit NROs wie BSR, dem Natural Resources Defense Council (NRDC), dem World Resources Institute und dem WWF implementiert wurde, hilft Lieferanten beim Kompetenzaufbau, bei der Ermittlung von Möglichkeiten zur Verbesserung der Energieeffizienz und bei der Erforschung der Nutzung erneuerbarer Energien.

Um die Effizienz zu verbessern, die Kosten zu senken und die negativen Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren, arbeiten wir an der Optimierung unseres Logistiknetzwerks, indem wir Sendungen konsolidieren, neue Routen ermitteln und direkt an Kunden oder lokale Vertriebszentren versenden. Wir fordern von unseren Produkttransportlieferanten, das Global Logistics Emissions Framework zur Standardisierung der Emissionsberechnungen zu verwenden.

Wir setzen weiterhin auf SmartWay-Partner für 100 % unserer Produkte, die per LKW in die USA und nach Kanada geliefert werden.3 Das Programm soll dazu beitragen, die Effizienz des Straßentransports zu verbessern und THG- und andere Emissionen zu reduzieren.


Bemühungen im Betrieb

An unseren 168 Standorten in 59 Ländern rund um die Welt unternehmen wir Maßnahmen, unsere THG-Emissionen, den Verbrauch von Energie und Wasser sowie die Abfallmenge zu reduzieren. Während die mit dem Geschäftsbetrieb von HP verbundenen THG-Emissionen nur 1 % unseres gesamten CO2-Fußabdrucks ausmachen, haben wir in diesem Bereich die größte Kontrolle und den größten Einfluss und sind daher in der Lage, unmittelbare Auswirkungen zu erzielen. Durch die Modellierung nachhaltiger Abläufe demonstrieren wir unsere Werte in der Praxis und haben dabei branchenführende Praktiken für Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Besucher und andere hervor.

Der größte Teil unserer betriebsbedingten THG-Emissionen fällt in Verbindung mit dem Energieverbrauch in unseren Anlagen an. Um Kosten zu sparen, unserer Ziele voranzutreiben und unsere Klimaauswirkungen zu reduzieren, gehen wir wie folgt vor:

  • Deutliche Reduzierung des Energieverbrauchs durch Projekte zur Optimierung und Effizienzsteigerung.
  • Steigerung der Erzeugung erneuerbarer Energie vor Ort.
  • Beschaffung von erneuerbarer Energie außerhalb des Standorts, unter anderem durch Gutschriften für erneuerbare Energien (RECs), Ökostromoptionen für Energieversorger und Stromabnahmeverträge (PPAs).

Für den Großteil des Jahres 2020 wurde unsere nicht unternehmenskritischen Gebäude aufgrund von COVID-19 geschlossen, weshalb wir viele unserer Projekte zur Energieeinsparung aufgrund von Zugangsbeschränkungen nicht implementieren konnten. Unsere Teams haben jedoch sichergestellt, dass die Anlagen auf eine Unterbrechung der Gebäudenutzung eingestellt waren, z. B. durch den Einsatz von Notbeleuchtung und weiter gefasste Temperaturbereiche als bei normaler Nutzung.

Auch wenn größere Projekte aufgrund der Pandemie 2020 ruhen mussten, blieb unser Fokus auf Verbesserungen des Betriebs und der Effizienz bei der Erneuerung von Anlagen unverändert. Für das Jahr 2021 implementieren wir Chancen für Energieeinsparungen, wie Projekte für das sog. „Retro Commissioning“, bei dem die Effizienz von Anlagen systematisch überprüft und verbessert wird, die Optimierung von Kühlanlagen, intelligente Gebäudeumbauten, die Verwendung digitaler Lichtsteuerungsanlagen sowie die Erneuerung von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen.

Die verwendeten Quellen erneuerbarer Energien im Jahr 2020 umfassten RECs und IRECs (88,3 %), Direktkäufe (10,1 %) und vor Ort bzw. in PPAs vor Ort generierte erneuerbare Energie (1,6 %). Durch diese Käufe haben wir unser Ziel, 100 % erneuerbaren Strom in den USA zu nutzen, erneut erreicht und dazu beigetragen, den globalen Markt für erneuerbare Energien voranzutreiben.

Aufbauend auf vorherigen Initiativen für erneuerbare Energien, darunter das mit Solarzellen ausgestattete Dach unseres Hauptsitzes in Palo Alto, haben wir 2020 Verträge für zwei Solar-PPAs an unseren Standorten unterzeichnet. Das erste davon wird an unserer Fertigungsanlage in Corvallis, Oregon, ca. 495 MWh pro Jahr an Strom erzeugen. Das zweite betrifft unsere Fertigungsanlage in Penang, Malaysia, und soll ca. 4.000 MWh pro Jahr erzeugen, ca. 9 % des jährlichen Strombedarfs an diesem Standort.

Um weitere Maßnahmen in unserer Branche und im privaten Sektor voranzutreiben, haben wir uns verschiedenen weltweiten und landesweiten Koalitionen angeschlossen:

  • Früh im Jahr 2019 gehörten wir zu den ersten Unternehmen, welche das „Renewable Thermal Energy Buyers’ Statement“ unterzeichnet haben.
  • 2018 wurden wir zu einem der größten Verwender von Ökostrom unter den Technologie- und Telekommunikationspartnern im „Green Power Partnership Program“ des US-Umweltministeriums.
  • 2016 haben wir uns den von The Climate Group angeführten RE100 angeschlossen.
  • 2015 haben wir die „Corporate Renewable Energy Buyers’ Principles“ unterzeichnet.

Um Emissionen zu reduzieren, bieten wir unseren Mitarbeitern durch Zusammenarbeit mit Reiseanbietern, durch Planungstools und Transportalternativen wie das Zipcar-Carharing-Programm an unserem Hauptsitz in Palo Alto in Kalifornien, USA, umweltfreundliche Reisemöglichkeiten. Carsharing verringert die Notwendigkeit für Mitarbeiter, ein Fahrzeug zu besitzen. HP ist eines von 10 Gründungsmitgliedern der EV100, einer Initiative der Climate Group, die 2017 ins Leben gerufen wurde, um die Einführung von Elektrofahrzeugen (EVs) weltweit zu beschleunigen. Wir haben uns dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2040 EV-Infrastruktur in allen Anlagen auf der ganzen Welt einzuführen, wo dies sinnvoll möglich ist.

 

Bemühungen bei Produkten und Lösungen

Wir helfen unseren Kunden mit innovativen Produkten und Services, die Zukunft neu zu erfinden und dabei eine zunehmend zirkuläre Erfahrung zu bieten. Unsere Vision besteht darin, zu einem völlig auf Kreisläufen basierenden Unternehmen zu werden, das von Service-Modellen gestützt wird, die in allen Aspekten unseres Geschäfts greifen. Um die Umweltauswirkungen zu minimieren, arbeiten wir daran, Produkte und Teile wiederzuverwerten und in unseren Produkten ausschließlich erneuerbare Materialien zu verwenden sowie potenziell schädliche Inhaltsstoffe zu eliminieren. Wir verlängern die Produktlebensdauer, indem wir Wartung, Upgrades, Reparaturen und innovative servicebasierte Geschäftsmodelle in unsere Abläufe integrieren. Am Ende der Lebensdauer streben wir danach, alle unserer Produkte wiederzuverwenden oder zurückzuholen. Hinter diesen Bemühungen steht unser Anspruch, in unserer Fertigung zu 100 % auf erneuerbare Energien und abfallfreie Prozesse zurückzugreifen.

Im Zuge der Bemühungen von HP zu mehr Kreisläufen in unserem Geschäftsbetrieb haben wir früh im Jahr 2021 unsere Leistung anhand des „Circulytics“-Tools der Ellen MacArthur Foundation (EMF) bewertet. Dabei handelt es sich um ein vom EMF entwickeltes System zur umfassenden Bewertung der Wirtschaftskreisläufe von Unternehmen. Die Bewertung hat für uns ein starkes Fundament geschaffen und bestätigt, dass wir uns auf die richtigen Bereiche konzentrieren. Wir planen, diese Analyse jedes Jahr zu wiederholen, um unseren Ansatz zu untermauern und den Fortschritt voranzutreiben. 

Wir wenden die Prinzipien des kreislaufförmigen Designs rigoros an und werden weiterhin in unserem Produktportfolio und bei der Zusammenarbeit mit Lieferanten und Channel-Partnern daran arbeiten, Wirtschaftskreisläufe aufzubauen.

HP verwendet Ökobilanzen (LCA) und den CO2-Fußabdruck von Produkten (PCF) 4, um die Umweltauswirkungen unserer Produkte zu quantifizieren, mögliche Alternativen zu analysieren und Verbesserungen bei der Produktleistung anzustreben, die unseren Kunden und unserem Unternehmen einen Mehrwert bieten. Wir haben in den letzten Jahren LCAs und PCFs für Hunderte von Produkten durchgeführt, die sich über unser gesamtes Produktportfolio erstrecken. Während wir unsere servicebasierten Modelle entwickeln und erweitern (die wir als zirkuläre Geschäftslösungen bezeichnen), werden wir weiterhin das Potenzial untersuchen und quantifizieren, das sie bieten, um die Umweltauswirkungen zu verringern und Fortschritte in Richtung einer zirkulären und emissionsfreien Wirtschaft voranzutreiben. Im Jahr 2020, haben wir:

  • 38 LCAs von HP-Desktop PCs, DesignJet Scannern und Enterprise Druckern durchgeführt bzw. aktualisiert.
  • 117 PCFs von neuen HP Business Desktops, Notebooks, Tablets, Workstations, Thin-Clients, All-in-One-Computern und Bildschirmen erstellt, um die Leistung besser beurteilen zu können und fortlaufende Designverbesserungen zu untermauern.
  • Damit begonnen, für Verpackungskunden von Indigo Flexible ein Tool für die Bewertung der Umweltauswirkungen „von der Wiege bis zum Grab“ zu entwickeln, um verschiedene Szenarien für die Produktion von Beuteln anhand der HP Indigo 25K Digitaldruckmaschine auszuarbeiten und zu vergleichen.
  • Die Vorteile des Recyclings von Original-HP Verbrauchsmaterialien für die Umwelt durch das „Planet Partners“-Programm quantifiziert. Kunden sind in der Lage, auf der „Planet Partners“-Website einen benutzerdefinierten Bericht zu den verwendeten Materialien und zur Reduzierung der THG-Emissionen zu generieren.
  • Eine Studie zum CO2-Fußabdruck und zum Fluss von Materialien im Kundendienst von HP durchgeführt, um Grundwerte für die emissionsfreie Kreislaufwirtschaft festzulegen und so wichtige Bereiche zu identifizieren sowie Entscheidungsfindung und Investitionen zu stützen.
  • Traditionell aus Metall gefertigte Teile für die Produktion von HP DesignJet T3600 Großformatdruckern mit Alternativen aus Kunststoff verglichen, die mit HP Jet Fusion 3D-Druckern hergestellt werden. Die Kunststoffteile können zu um 74 % reduzierten THG-Emissionen führen, oder sogar um bis zu 87 %, wenn bei der Fertigung erneuerbare Energien eingesetzt werden.


Materialien und Produkte in Gebrauch halten

Wir entwerfen unsere Produkte so, dass sie langlebig und leicht zu reparieren sind, damit sie so lange wie möglich in Gebrauch bleiben können.

HP-Produkte erzielen in Bezug auf Haltbarkeit und Reparaturfähigkeit häufig höchste Bewertungen.

Wir bieten verschiedene Services zu Optimierung, Wartung und Erneuerung an, um die Produktlebensdauer zu verlängern, mehr Wert aus natürlichen Ressourcen zu gewinnen und die Umweltauswirkungen zu reduzieren. Die servicebasierten Lösungen von HP sind darauf ausgelegt, den Kunden einen Mehrwert zu bieten, indem Umweltauswirkungen und Kapitalkosten reduziert werden. Kunden können auf die neueste Technologie zugreifen, während HP die Verwaltung der Geräteflotte übernimmt. Diese kontinuierliche Beziehung liefert wertvolle Einblicke in das Verhalten und die Bedürfnisse der Endbenutzer. Unser Serviceangebot umfasst regelmäßige Wartung, wodurch Hardware länger in Gebrauch bleibt und Abfälle reduziert werden können. Die Reduzierung von Einzelverpackungen und Kundenbesuchen trägt ebenfalls zur Senkung von THG-Emissionen bei.

Wenn unsere Produkte das Ende ihrer Nutzungsdauer erreichen, helfen unsere robusten Programme für Reparatur, Wiederverwendung und Recycling dabei, dass Produkte und Material neuen Zwecken zugeführt werden und ihr Wert solange wie möglich erhalten bleibt. Dieser Kreislauf hilft, Abfall zu reduzieren, und kann Materialien und Produkten neues Leben geben. Alle diese Bemühungen unterstützen unsere Transformation hin zu einem materialeffizienteren Kreislaufmodell.

Eine emissionsfreie Zukunft schaffen

Der Energieverbrauch unserer Produkte während der Nutzungsdauer trägt maßgeblich zu unserem CO2- und Wasser-Fußabdruck bei. Um unsere Kunden dabei zu unterstützen, den Stromverbrauch und die THG-Emissionen zu reduzieren, richten wir unser Design auf Energieeffizienz aus und bieten praktische, servicebasierte Lösungen an, mit denen Kunden durch verringerte Umweltauswirkungen und Kapitalkosten profitieren können. Wir verwenden verschiedene Metriken, um Fortschritte zu bewerten und Verbesserungen voranzutreiben.

Die THG-Emissionen im Zusammenhang mit der Produktnutzung entsprachen im Jahr 2020 ganzen 15.800.000 Tonnen CO2e bzw. 35 % unseres gesamten CO2-Fußabdrucks. Die Verringerung bei den absoluten Emissionen durch die Produktnutzung um 13 % im Vergleich zu 2019 ist auf eine kombinierte Verringerung um 7 % beim Stromverbrauch der im Jahr 2020 versendeten PCs und Drucker zurückzuführen.

 

 

Abfall bereits beim Design vermeiden und Materialien verantwortlich einsetzen

Um eine zirkuläre und emissionsfreie Wirtschaft zu schaffen, müssen wir aus den von uns verwendeten Materialien den größtmöglichen Wert gewinnen. Mit innovativem Design und einer effizienten Fertigung arbeiten wir daran, Abfälle zu eliminieren und dabei hochwertige, haltbare und reparierbare Produkte zu schaffen. Für eine umweltfreundlichere Chemie verwenden wir sicherere Inhaltsstoffe und erhöhen den Anteil an recycelten bzw. erneuerbaren Materialien in unseren Produkten. Wir setzen Materialien umsichtig ein, damit diese die Wirtschaft auf effiziente und verantwortliche Weise durchlaufen können.

HP ist Unterzeichner des New Plastics Economy Global Commitment der Ellen MacArthur Foundation (EMF) zur Beseitigung von Kunststoffabfällen an der Quelle. Die drei Schlüsselprinzipien – Eliminierung, Innovation und Wiederverwendung – untermauern unseren umfassenden Ansatz für alle Materialien, die in unseren Produkten und Verpackungen verwendet werden.

2020 haben wir 942.000 Tonnen5 an Materialien in unseren Produkten und Verpackungen eingesetzt, 5 % weniger als im Jahr 2019. Zu den wichtigsten Faktoren zählen hier eine Umstellung auf leichtere Drucker, die besser für den Heimgebrauch geeignet sind, sowie sinkende Verkaufszahlen beim Papier. Von den 2020 verwendeten Materialien waren 41 % recycelte Kunststoffe oder recycelte bzw. zertifizierte Fasern.


Regenerieren natürlicher Systeme

Eine Kreislaufwirtschaft ist bereits dem Design nach regenerativ und zielt darauf ab, das Wachstum vom Verbrauch endlicher Ressourcen zu entkoppeln. Um jedoch den enormen ökologischen Herausforderungen begegnen zu können, müssen wir über unsere Wertschöpfungskette hinausblicken, um die natürlichen Systeme, die uns alle unterstützen, aktiv zu stärken. Dies erfordert die brancheninterne und -übergreifende Zusammenarbeit, u. a. zwischen Unternehmen, Regierungen, NROs und Bildungseinrichtungen.

In Zusammenarbeit mit der First Mile Coalition und unseren Lieferantenpartnern haben wir eine unabhängige Lieferkette für Kunststoffe aufgebaut, die sonst in die Ozeane gelangen würden, mit der wir zur Kreislaufwirtschaft beitragen und vor Ort Einkommens- und Bildungschancen eröffnen. Seit 2016 haben wir mit diesen Bemühungen über 1,7 Mio. Pfund (771 Tonnen) an Kunststoffmaterialien umgeleitet – mehr als 60 Mio. Flaschen – und so verhindert, dass Kunststoffe in die Wasserwege und Ozeane gelangen.

Im Oktober 2018 hat HP sich der kollaborativen Open-Source-Initiative NextWave Plastics angeschlossen, bei der führende Technologie- und kundenzentrische Unternehmen zusammenkommen, um die erste weltweite Lieferkette für Kunststoffe aufzubauen, die sonst in die Ozeane gelangen würden. Diese Koalition hat es sich zum Ziel gesetzt, bis Ende 2025 mindestens 25.000 Tonnen Kunststoffe umzuleiten, damit diese nicht in die Ozeane gelangen – also das Äquivalent von 1,2 Mrd. Einwegflaschen. Im Jahr 2020 haben NextWave-Unternehmen unter der Führung von HP 1.356 Tonnen Kunststoff umgeleitet.

Im Jahr 2020 wurde HP als Gründungsmitglied des Ocean Plastics Leadership Network angekündigt, einer Community, die sich dem Kampf gegen die Kunststoffverschmutzung der Meere verschrieben hat.

Im Herbst 2019 hat sich HP zur Leistung von 11 Mio. USD zugunsten der Bemühungen des WWF verpflichtet, die gefährdeten Atlantischen Regenwälder Brasiliens wiederherzustellen und die staatliche und private Forstwirtschaft in China zu verbessern. So sollen letztendlich mehr als 800 Quadratkilometer Wald wiederhergestellt, geschützt und auf eine verantwortlichere Forstwirtschaft umgestellt werden. Durch diese Zusammenarbeit tragen wir außerdem zur Entwicklung wissenschaftlich fundierter Ziele für die Forstwirtschaft bei, um Richtlinien für die Menge und Güte der Wälder wichtiger Regionen bereitzustellen, um die Widerstandsfähigkeit der Ökosysteme zu bewahren.

Im November 2019 haben wir die HP Sustainable Forests Collaborative gegründet, um unsere Strategie für eine waldfreundliche Zukunft des Druckens voranzutreiben.

Die Gemeinschaft treibt unsere Ambition voran, dass das weltweite HP Consumer Printing bis zum Jahr 2025 den Wäldern zugutekommen soll6.


Die Position von HP zur Klimapolitik finden Sie unter http://www8.hp.com/us/en/hp-information/global-citizenship/governance/policies.html..


Weitere Informationen zu unserer Klimastrategie, unseren Bemühungen zur Zusammenarbeit und unserer Leistung finden Sie im HP Nachhaltigkeitsbericht 2020 unter www.hp.com/go/report..


1 Die in diesem Abschnitt dargestellten Daten zum CO2- und Wasser-Fußabdruck unserer Lieferanten werden auf der Grundlage von Produktlebenszyklus-Bewertungen anhand von Schätzungen von der Materialgewinnung über die Herstellung bis zum Produkttransport berechnet. Die auf Seite 53 vorgestellten Daten zu THG-Emissionen und zum Wasserverbrauch basieren auf einer anderen Methodik.  

2 Siehe HP kündigt Ziele für die Lieferkette an, um die umweltbezogenen und sozialen Auswirkungen zu verbessern 

3 Aufgrund von COVID-19 standen SmartWay-Partner im Jahr 2020 in begrenzten Fällen nicht zur Verfügung.

4 Wir erfassen den produktbezogenen CO2-Fußabdruck (PCF) als Teil der Ökobilanzen für HP Business Desktops, Notebooks, Tablets, Workstations, Thin Clients, All-in-One-Computer und Bildschirme, um die Leistung einzelner Produkte und die unseres Gesamtportfolios besser zu verstehen. Dabei werden die gesamten THG-Emissionen geschätzt, die mit einem Produkt während seiner Lebensdauer verbunden sind, einschließlich der Emissionen durch die Materialgewinnung, Herstellung, Verteilung, Verwendung und den Maßnahmen am Ende der Nutzungsdauer. Um den gesamten CO2-Fußabdruck unserer PC-Produkte abzuschätzen und zu berichten, extrapolieren wir diese Ergebnisse so, dass sie 99 % der gesamten PC-Produktverkäufe (nach Einheit und Umsatz) während des Berichtsjahres abdecken.

5 Diese Daten enthalten keine Produkte oder Verpackungen aus den folgenden Bereichen: Kommerzielle und industrielle sowie 3D-Druck-Produkte; Scanner; separat verkauftes PC-Zubehör; Ersatzteile; oder das Gewicht von Tinten und Toner in Kartuschen.

6 Das HP Forest Positive Framework geht über die bestehenden Programme von HP zur nachhaltigen Beschaffung von Fasern hinaus. Es umfasst Partnerschaften mit NROs zum Schutz der Wälder, zur Förderung einer verantwortlichen Forstwirtschaft, und zur Entwicklung wissenschaftsbasierter Ziele für Wälder. Wir haben die Vision, dass das Drucken mit HP den Wald schützen soll, unabhängig davon welche Papiermarke verwendet wird. Dies findet Anwendung auf die gesamte installierte Basis von HP-Druckern für Verbraucher.