Ja. HP überwacht die Lieferantenleistung, um Probleme auf Lieferantenebene zu erkennen und Trends in unserer Lieferantenbasis zu identifizieren. Wir verfolgen Probleme und Trends bei Lieferanten mithilfe unseres Assurance-Programms, das sowohl umfassende Audits basierend auf dem HP Verhaltenskodex für Lieferanten als auch gezielte Bewertungen in bestimmten Hochrisikobereichen, wie z. B. dem Einsatz ausländischer Wanderarbeiter, umfasst. Im Rahmen unseres KPI (Key Performance Indicator)-Programms sammeln wir auch spezifische Kennzahlen zu Arbeitszeiten, Ruhetagen, studentischen Mitarbeitern und anderen Arbeitsindikatoren bei den wichtigsten Lieferanten.


Unser Lieferantenauditverfahren ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Risikobewertungsrahmens und ein zentraler Mechanismus für Verbesserungen bei unseren Lieferanten. Lieferantenaudits überprüfen die Konformität mit allen Bestimmungen des HP Verhaltenskodex für Lieferanten in den Bereichen Arbeit, Gesundheit und Sicherheit, Umwelt, Ethik und Managementsysteme.


Lieferantenaudits sind ein wesentlicher Bestandteil unseres Risikobewertungsrahmens. Audits überprüfen die Konformität mit dem HP Verhaltenskodex für Lieferanten und tragen dazu bei, die soziale und ökologische Leistung unserer Lieferanten kontinuierlich zu verbessern. 


Jedes Jahr bewerten wir eine Liste von Lieferanten, die 95 % der Produktionsausgaben von HP ausmachen. Anschließend betrachten wir die Geographie, die Art der Herstellung und externe Informationsquellen wie Nachrichten und NRO-Berichte, um festzustellen, welche Lieferanten ein Audit vor Ort benötigen. Das Auditformat folgt dem Validated Audit Process (VAP), einem kooperativen Ansatz, der die Belastung unserer Lieferanten durch die Vermeidung von Mehrfachaudits reduziert. Der VAP erfüllt die Notwendigkeit einer qualitativ hochwertigen, konsistenten und kostengünstigen branchenüblichen Standardbewertung der Arbeits-, Gesundheits- und Sicherheits-, Umwelt- und Ethikpraktiken auf der Grundlage des Verhaltenskodex der Responsible Business Alliance (RBA) und der einschlägigen Gesetze und Vorschriften.


2019 haben wir mit unseren Endmontagelieferanten zusammengearbeitet, um zu bestätigen, dass sie die Unternehmen in ihren Lieferketten, die etwa 80 % ihrer Ausgaben ausmachen, auf Übereinstimmung mit dem RBA-Kodex prüfen. Wir werden die zusammenfassenden Ergebnisse dieser Audits überprüfen, um unser Verständnis der Leistung unserer Lieferantenbasis weiter zu vertiefen. Einzelheiten zum Auditprozess finden Sie in unserem Ansatz für eine nachhaltige Lieferkette.


Im Jahr 2018 haben wir 117 Audits und 43 andere Bewertungen von Produktions-, Nichtproduktions- und Transportunternehmen durchgeführt. 86 % der Audits von Produktionslieferanten, die über das Jahr durchgeführt wurden, waren extern zertifizierte RBA-VAP-Audits. In unsere Audits sehen wir ein breites Spektrum an Reifegraden, die auf einer Skala von 0-200 bewertet werden. Im RBA Factory LEAD-Zertifizierungsprogramm werden Lieferanten mit einer Punktzahl von 160-180 mit der Silber-Zertifizierung und bei einer Punktzahl über 180 mit der Gold-Zertifizierung ausgezeichnet. Sollte ein Lieferant die volle Punktzahl von 200 erreichen, erhält er die Platinum-Zertifizierung.


Von 2016 bis 2018 stieg der Anteil der Erstaudits und vollständigen Re-Audits von Produktionslieferanten, bei denen eine Bewertung von über 160 erreicht wurde, von 43 % auf 48 %. Die durchschnittliche Bewertung stieg in diesem Zeitraum von 125 auf 142 an. Zwölf der Audits wurden an Standorten von Endmontagelieferanten durchgeführt. Von diesen erreichten 42 % eine Punktzahl über 160, 42 % eine Punktzahl zwischen 100 und 160 und 16 % eine Punktzahl unter 100. Die restlichen 53 Audits betrafen Standorte von Rohstofflieferanten. Im Jahr 2018 erreichten 49 % der Rohstofflieferanten eine Punktzahl über 160, 32 % eine Punktzahl zwischen 100 und 160 und 19 % eine Punktzahl unter 100.


Wir erhöhen regelmäßig unsere Erwartungen an die Lieferanten, so dass die Lieferanten sich kontinuierlich verbessern müssen, um ein konsistentes Audit-Ergebnis aufrecht zu erhalten. Im Jahr 2018 haben wir die Version 6.0 des RBA-Verhaltenskodex verabschiedet, welche erweiterte Anforderungen in Bezug auf Beschwerdemechanismen und Schulungen für Arbeitnehmer, schwangere und stillende Frauen, Prozesschemikalien und Wassermanagement enthält.

Zusätzlich zum Prüfungsprozess arbeiten wir mit Lieferanten durch Coaching, spezielle Schulungen sowie fortlaufende Datenerfassung und Gespräche zusammen, um Lieferanten bei der Entwicklung robuster Managementsysteme zur Behebung der Grundursachen zu unterstützen. Wir fassen die Leistung der Lieferanten in mehreren Bereichen (einschließlich Audits) mit Hilfe unserer Nachhaltigkeits-Scorecard zusammen.


Die RBA erachtet eine Punktzahl über 160 als nahezu vollständige Übereinstimmung mit dem RBA-Kodex. Im neu entwickelten RBA Factory LEAD-Zertifizierungsprogramm sind Lieferanten mit einer Bewertung von 160 bis 180 Punkten für die Silber-Zertifizierung und mit einer Bewertung über 180 Punkten für die Gold-Zertifizierung berechtigt. Bei 200 Punkten gibt es die Platinum-Zertifizierung.


RBA Online ist ein Online-Management-System für Nachhaltigkeitsdaten, das RBA-Mitgliedern und ihren Lieferanten ermöglichen soll, Nachhaltigkeitsdaten zu verwalten und auszutauschen, einschließlich Audits und Fragebögen zur Selbstbewertung, mit denen Risiken auf Unternehmens-, Betriebs- und Lieferantenebene bewertet werden. 

Weitere Informationen finden Sie in unserem Verhaltenskodex und dem RBA Validated Audit Program (VAP)-Handbuch.

Zusätzlich zu umfassenden Audits führen wir gezielte Bewertungen durch, um unsere Audits zu ergänzen. Dabei konzentrieren wir uns auf bestimmte Risikobereiche, darunter:

  • Gefährdete Arbeitnehmer wie studentische Hilfsarbeiter, Leiharbeiter und ausländische Wanderarbeiter
  • Gesundheit und Sicherheit, einschließlich Brandschutz und Notfallvorsorge
  • Reife des Lieferanten-Nachhaltigkeitsmanagementsystems
  • Umweltleistung von Lieferanten

 

Im Rahmen unseres KPI (Key Performance Indicator)-Programms müssen Lieferanten mit hohem Risiko wöchentlich Daten zu Arbeitszeiten, schutzbedürftigen Arbeitnehmern und anderen Arbeitskennzahlen bereitstellen. Wir teilen diese Informationen mit Führungskräften der Lieferkette und Beschaffungsmanagern, um Probleme bei Bedarf schnell zu identifizieren und zu beheben. 


Zu guter Letzt betrachten wir Beiträge externer Stakeholder als wertvolle zusätzliche Informationsquelle.

Weitere Informationen zu den Fortschritten, die in unserer Lieferkette erzielt wurden, finden Sie in unserem Nachhaltigkeitsbericht und auf unserer Website unter http://www8.hp.com/us/en/hp-information/global-citizenship/index.html.